Wissen: Von Stars und Sternchen

Unendliche Weiten

Wusstest Du, dass es Sterne nicht einzeln gibt, sondern sie immer nur in riesigen Ansammlungen zu sehen sind? Diese Ansammlungen heißen Galaxien. Eine Galaxie besteht aus ungefähr 100 Milliarden Sternen - und es gibt 100 Milliarden Galaxien. Galaxien sind nicht fest an einem Ort verankert, sondern wandern durchs Weltall. Einige von ihnen drehen sich dabei ganz langsam. Zwischen den einzelnen Galaxien liegt der leere Weltraum.
Es gibt vier verschiedene Arten von Galaxien: spiralförmige, balkenförmige, elliptische und unregelmäßige Galaxien.


Die einzelnen Sterne zu zählen, ist unmöglich. Außerdem kannst Du immer nur einen sehr kleinen Teil aller Sterne sehen. Denn unter Deinen Füßen, also unter der Erde, gibt es natürlich auch Sterne, die Du aber nicht sehen kannst. Hinzukommt, dass das Universum so unendlich weit und groß ist, dass Du selbst mit dem besten Teleskop nicht alle Sterne sehen könntest.

Und sicher malst auch Du Sterne mit Zacken, das liegt daran, dass von den Sternen zackenförmige Strahlenbündel ausgehen. Tatsächlich aber sind Sterne Sonnen und damit auch so rund wie unsere Sonne. Einige sind kleiner und einige größer als unsere Sonne. Man teilt die Sterne darum auch in Riesen und Zwerge ein. Die meisten sind jedoch mittelgroß. Sterne leben sehr lange und verändern ihre Farbe im Alter. Hellblaue Sterne sind die jüngsten Sterne, die ältesten Sterne sind rot. Aber eines haben alle Sterne gemeinsam: Sie sind unglaublich heiß. Weißblaue Sterne sind die heißesten. Gelborange, wie unsere Sonne, sind nicht so heiß. Die roten alten Sterne sind am kühlsten - und trotzdem noch 20mal heißer als eine Herdplatte.
Auf Sternen können im Gegensatz zu Planeten keine Lebewesen existieren, dafür ist es einfach zu heiß auf ihnen.

Planeten sind Himmelskörper wie unsere Erde. Alle Planeten (einschließlich der Erde) umkreisen die Sonne. Einige tun das in einem Kreis, andere auf ziemlich ausgebeulten Kreisbahnen (Ellipsen).
Und Planeten können im Gegensatz zu den Sternen nicht selbst leuchten, sie reflektieren nur das Sonnenlicht. Da sie am Himmel trotzdem wie Sterne aussehen, werden sie leicht mit ihnen verwechselt. Der berühmte Abend- und Morgenstern ist beispielsweise gar kein Stern, sondern ein Planet - die Venus.
Aber es gibt eine gute Möglichkeit, um Planeten von Sternen zu unterscheiden: Planeten leuchten ruhig, während Sterne funkeln.
Wenn Du jeden Abend den Nachthimmel beobachtest, wirst Du feststellen, dass einige "Sterne" innerhalb der Sternbilder wandern. Früher nannte man diese "Sterne" darum auch Wandelsterne. Wenn Du die Sternbilder kennst und in einem von ihnen einen "Stern" entdeckst, der dort nicht hingehört oder der vor einiger Zeit noch an einer anderen Stelle stand, dann ist es ein Planet.


Namen und Reihenfolge der Planeten von der Sonne ausgehend in Richtung nach "außen", also weg von der Sonne, kannst Du Dir leicht mit dem folgenden Merksatz merken. (Die Aufzählrichtung beginnt von der Sonne aus.):
Mein Vater Erklärt Mir Jeden Sonntag Unseren Nachthimmel.


Mein    Merkur    
Vater    Venus    
Erklärt    Erde    
Mir    Mars    
Jeden    Jupiter    
Sonntag    Saturn    
Unseren    Uranus    
Nachthimmel    Neptun