Wissen: Warum heißt der Herbst eigentlich Herbst?


Warum heißt der Herbst eigentlich Herbst? Einfach so - oder gibt es einen Grund für den Namen? Das fragt sich Conni, als sie wieder einmal den Kopf hebt und einer Schar Gänse nachsieht, die sich auf den Weg ins Winterquartier macht. Klar, einige Dinge zum Herbst weiß sie längst: dass der Herbst die Übergangszeit zwischen Sommer und Winter ist und hierzulande außerdem auch die Jahreszeit der Ernte und des Blätterfalls.


Und tatsächlich hängt der Name Herbst auch mit der Ernte zusammen. Er ist nämlich mit dem englischen Wort „harvest“ (Ernte), dem lateinischen Wort „carpare“ (schneiden) und dem griechischen Wort „karpós" (Frucht oder Ertrag) verwandt. Daher könnte man den Herbst mit Begriffen wie "Zeit der Früchte, des Pflückens und der Ernte" beschreiben.
Und das gilt nicht nur für die Menschen, die jetzt Obstsorten wie Äpfel, Birnen, Pflaumen und Weintrauben, aber auch Kürbisse und Mais ernten, sondern auch für Tiere. Sie legen sich im Herbst einen Futtervorrat an Herbstfrüchten wie Zapfen, Bucheckern, Eicheln, Kastanien und Nüssen an.


Neben den Tieren und Menschen sorgen aber auch die Pflanzen für den Winter vor. Sie legen zwar keinen Futtervorrat an, dafür lagern sie aber gewissermaßen ihre Speisekammer um - und schenken uns dabei ein typisches Herbstzeichen: die bunt gefärbten Blätter der Laubbäume. Wie das kommt? Das ist etwas kompliziert und ziemlich pfiffig.



Wenn im Herbst die Tage allmählich kürzer und die Nächte schon deutlich kühler werden, ist das ein Signal für die Bäume, ihren Blättern rechtzeitig einen bestimmten grünen Blattfarbstoff zu entziehen und in die Wurzeln zu leiten, das sogenannte Chlorophyll. Dieser Stoff ist für Pflanzen extrem wichtig und so etwas wie ihre Nahrung. Mit ihm können sie das Sonnenlicht einfangen, das sie zum Wachsen und Leben brauchen. Indem sie es im Herbst in die Wurzeln leiten, legen sie dort eine Energiequelle für das Wachstum im nächsten Frühjahr an. Würden sie den Stoff nicht umleiten und ihre Blätter behalten, hätten sie im Frühjahr, wenn wieder mehr Sonne scheint, nicht genug Kraft, um neue Blätter und Blüten zu bilden.

Im Frühjahr und Sommer überdeckt das Chlorophyll andere Farbstoffe, die neben ihm noch im Blatt enthalten sind. Diese Farbstoffe werden erst im Herbst sichtbar, wenn das Chlorophyll aus den Blättern in die Wurzeln wandert. Sie erzeugen die schönen leuchtenden gelben und roten Herbstfarben.

Wie gut, dass das Chlorophyll in den Wurzeln gebunkert wird, denkt Conni. Denn sonst hätte der Herbst ein ganz anderes und längst nicht so schönes Gesicht - und außerdem hätte sie dann keine bunten Blätter für ihre Herbstgirlande.

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