Wissen: Wie ein Conni-Buch entsteht

Von der Idee zum Conni-Buch


Es ist wie verhext: Kaum ist ein neues Conni-Buch da, haben die Conni-Fans es auch schon durchgelesen und warten ungeduldig auf das nächste Conni-Abenteuer. Und natürlich dauert es immer viieell zu lang, bis dann endlich der Folgeband erscheint. Weißt Du, warum die Bücher nicht viel öfter erscheinen? Das liegt daran, dass viele verschiedene Arbeitsschritte notwendig sind, bis Du ein fertiges Conni-Buch in der Hand halten kannst - und eine ganze Schar unterschiedlicher Menschen hilft dabei mit.

Zwei von ihnen kennst Du inzwischen gut: Das sind die Autorin und die Illustratorin, also bei den Erzählbänden Julia Boehme und Herdis Albrecht.

Die Idee:
Der Anfang zu einem Buch ist immer eine Idee für eine Geschichte oder ein bestimmtes Thema. Meistens denkt sich die Autorin die Idee für eine Conni-Geschichte aus und bespricht sie dann mit dem Verlag - also der Lektorin, die das Buch von Anfang an begleitet. Damit aus der Idee auch wirklich ein Buch wird, schreibt die Autorin einen Text: die Conni-Geschichte.

Die Bilder:
Wenn die Geschichte fertig geschrieben ist, bekommt die Illustratorin den Text zum Lesen, damit sie sich passende Bilder zu der Geschichte ausdenken kann. Sie zeichnet zuerst einmal Skizzen, bespricht diese dann mit der Lektorin im Verlag und macht erst danach die richtigen Zeichnungen, die sogenannten Reinzeichnungen. Außerdem vermerkt die Illustratorin im Text, an welche Stellen die Bilder sollen.

Das Lesen:
Wenn die Illustratorin mit ihren Skizzen beginnt, fängt auch die Arbeit der Lektorin an. Sie liest den ganzen Text noch einmal sehr gründlich und prüft, ob die fertige Geschichte auch wirklich mit der ursprünglichen Idee übereinstimmt und ob es Fehler, Unklarheiten oder Widersprüche im Text gibt.

Das Herstellen:
Wenn die Bilder und der Text fertig und von der Lektorin freigegeben sind, fängt die Arbeit der Herstellerin an. Sie baut die einzelnen Buchseiten auf und macht das Buch für den Drucker fertig. Dazu legt sie eine Schrift für das Buch fest, setzt die Seitenzahlen an die richtige Stelle, passt auf, dass der Text gut und richtig auf der Seite steht. Außerdem setzt sie die Bilder an den ausgewählten Stellen ein. Das Aufbauen der Buchseiten nennt man auch "Umbrechen". Wenn die Herstellerin alle Buchseiten aufgebaut hat, druckt sie sie einmal aus. Diese Seiten, den sogenannten Umbruch, schickt sie an einen Korrekturleser und an die Autorin. Nachdem beide den Text noch einmal korrekturgelesen haben, prüft die Lektorin alles noch einmal und gibt den korrigierten Umbruch zurück an die Herstellerin. Die Herstellerin gibt alle Korrekturen ein und prüft sie anschließend noch einmal.

Damit die Bilder von der Herstellerin eingesetzt werden können, gehen sie an die Lithografie.
Der Lithograf erstellt druckfähige Daten. Dazu scannt er die Bilder ein, bearbeitet sie und speichert sie als elektronische Daten. Er bekommt von der Herstellerin auch die druckfertige Version des Buchs, von der er sogenannte Proofs - das sind farbverbindliche Vorlagen - anfertigt. Nach der Freigabe der Proofs erstellt er die Druckdaten für die Druckerei.

Das Drucken:
In der Druckerei wird das Buch nicht nur gedruckt, sondern auch gebunden. Beim Binden falten Maschinen das Papier, sortieren es in der richtigen Reihenfolge, beschneiden die Seiten und bringen den Buchdeckel an.

Das Ausliefern:
Von der Druckerei aus fahren LKWs die fertigen Bücher in große Zentrallager, die die Bücher dann weiter an die Buchhandlungen schicken. Ein paar Bücher werden an den Verlag geschickt, damit die Herstellerin die Bücher auf ihre Qualität hin prüfen kann.

Ab diesem Zeitpunkt kannst Du Dein Conni-Buch im Laden kaufen - und Frau Boehme ist schon fast mit der nächsten Geschichte fertig.

Und wer arbeitet sonst noch mit, damit ein Buch entsteht?

  • die Vertragsabteilung
  • der Vertrieb
  • die Pressestelle im Verlag
  • die Werbeabteilung
  • Kurierdienste
  • Buchhändler
  • Typografen