Connis und Billis Greifvogel-ABC

Billi liebt Tiger und Fische ganz besonders und Conni Kater Mau und Pferde. Aber daneben teilen die beiden eine große Vorliebe für Adler, Bussarde, Falken, Eulen und Co. Inzwischen sind sie zu echten Experten geworden, was Greifvögel angeht. Trotzdem hat es eine ganze Weile gedauert, bis sie ihr Greifvogel-ABC fertig hatten. Und vielleicht hast Du ja genau solche Lust wie sie, einen Nistkasten für eine Eule zu bauen. Nichts leichter als das. Sieh einfach unter N wie Nistkasten nach.



A wie Adlerauge: Der Sehsinn von Greifvögeln ist besonders gut ausgeprägt. Vögel registrieren ihre Nahrung vor allem mit dem Sehsinn. Sie entdecken selbst kleine Beutetiere aus großer Entfernung. Daher sagt man auch von Menschen mit auffällig guten Augen, dass sie Adleraugen haben.
Die Augen von Eulen sind übrigens besonders groß, beinahe riesig. Sie nehmen die Hälfte des Eulenschädels ein. Kein Wunder also, dass sie nachts hervorragend sehen können. Aber wusstest Du, dass sie auch tagsüber viel besser sehen als viele andere Vögel?

B wie Berge: Die Berge sind die Heimat des Steinadlers. Dieser majestätische und wunderschöne Vogel gehört zu den größten Greifvögeln, nur der Seeadler ist noch größer. Um genügend Nahrung für sich und seine Jungen zu finden, braucht der Steinadler sehr große Reviere. Seinen Horst – so heißt das Nest des Vogels – baut er fast immer in Felswände. Seine Flügel messen von Spitze zu Spitze über zwei Meter
 
C wie Circus cyaneus: Das ist der lateinische Name für die Kornweihe. Die Kornweihe ist ein mittelgroßer Greifvogel, der in Wiesen und Kornfeldern nistet. Weil sie immer weniger Platz zum Nisten finden, ist die Zahl der Kornweihen leider stark zurückgegangen.

D wie Durchzügler: Durchzügler sind Vögel, die fast ausschließlich aus dem Norden kommen und nur auf ihrem Vogelzug oder als Wintergast nach Mitteleuropa kommen. Zu den Durchzüglern bei den Greifvögeln und Eulen zählen Kornweihen und Sumpfohreulen.

E wie Energie: Es kostet Vögel viel Kraft, mit den Flügeln zu schlagen. Darum fliegen viele große Vögel im Gleitflug, um Energie zu sparen. Beim Gleitflug halten Vögel ihre Flügel weit ausgebreitet und neigen den Körper leicht nach vorn. Dadurch gewinnen sie Tempo. Um beim Aufsteigen nicht zu viel Energie zu verbrauchen, nutzen viele Greifvögel die warme Luft, die von der Erde aufsteigt, und lassen sich von ihr in Spiralen in die Höhe tragen.



F wie Falknerei: Die Falknerei ist das Abrichten, die Pflege und das Jagen mit Greifvögeln.

G wie Gewölle: So heißen die vor allem von Eulen und Greifvögeln, aber auch von vielen anderen Vogelarten ausgewürgten unverdaulichen Nahrungsreste. Dazu gehören zum Beispiel Knochen und Federn.

H wie Hiäh: Miauende hiäh-Rufe sind ganz typisch für Bussarde. Daran kannst Du sie gut erkennen.

I wie interessant: Bei den Greifvögeln sind die Weibchen deutlich größer als die Männchen.



J wie Jagen: Eulen sind besonders lautlose Jäger. Das liegt an den dicken Federn, die bis zu ihren Füßen reichen und die Geräusche beim Anflug auf ein Beutetier dämpfen.

K wie Krallen: Der Name Greifvogel sagt es bereits. Diese Vögel brauchen speziell zum Festhalten der Beute geeignete Füße inklusive der mal mehr, mal weniger langen und gekrümmten Krallen. Der Fuß von Greifvögeln wird darum passenderweise auch "Fang" genannt.

L wie Liebespaar: Vor Beginn der Brutperiode beginnt bei den Vögeln die Balzzeit. In ihr markieren und verteidigen die Männchen ihr Revier ab und locken die Weibchen an. Greifvögel führen in ihrer Balzzeit mitunter sehr akrobatische Balzflüge auf, die fast wie ein Spiel in der Luft aussehen.

M wie Mäusebussard: Der Mäusebussard ist der Greifvogel, der am allermeisten in Deutschland vorkommt. Er ernährt sich, wie es der Name schon sagt, überwiegend von Mäusen. An schönen Tagen kannst Du ihn weit oben am Himmel kreisen sehen, sonst hält er meist von Zaunpfählen, Stromleitungsmasten oder Bäumen Ausschau nach Beute.
Du kannst den Mäusebussard gut an seinem Flugbild erkennen: Er hat mittellange, ziemlich breite Flügel und einen eher kurzen, beim kreisenden Segelflug weit gespreizten und abgerundeten Schwanz.



N wie Nistkästen: Auf der Homepage des Naturschutzbundes findest Du Anleitungen zum Bauen von Nistkästen, Nistplätzen und Nisthöhlen für Turmfalken und andere Greifvögel, für Schleiereulen, Steinkäuze, Waldohreulen und Waldkäuze.

O wie Ohren: Die Waldohreule ist sehr gut an ihren aufrecht stehenden Federohren zu erkennen. Mit diesen Ohren kann sie aber nicht hören. Die Öffnungen zu ihren Gehörgängen liegen seitlich an ihrem Kopf.

P wie pfeilschnell: Der Wanderfalke ist einer der schnellsten Falken. Er erreicht beim Sturzflug Fluggeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h.

Q wie Quetzalcoatl: Quetzalcoatl oder die "gefiederte Schlange" gilt in einigen mittelamerikanischen Kulturen als Gott und Herrscher und Schöpfer der Menschen. Als er sich opferte und verbrannte, sollen sich aus den Flammen Vögel erhoben haben.

R wie "rütteln": Turmfalken schlagen schnell mit den Flügen und bleiben quasi in der Luft stehen, wenn sie nach Mäusen Ausschau zu halten. Dieses "auf der Stelle fliegen" nennt man rütteln.

S wie Skelett: Neben Flügeln, Federn und dem stromlinienförmigen Körper ermöglicht auch das Skelett den Vögeln das Fliegen. Die Hohlräume von Vogelknochen sind mit Luft gefüllt und haben die gleiche Struktur wie Bienenwaben. Das macht sie sehr leicht, aber trotzdem stabil.

T wie Turmfalke: Der Turmfalke hat seinen Namen, weil er nicht nur in alten Tauben- und Krähennestern, Scheunen und Mauerlöchern nistet, sondern auch auf und in Kirchtürmen. Und genau dort hat Conni in Neustadt einen dieser schönen Vögel entdeckt.



U wie Uhu: Der Uhu ist der größte europäische Eulenvogel. Er wird bis zu 75 cm lang und seine Flügelspannweite kann bis zu 1,88 m betragen. Das ist mehr als beim Fischadler.

V wie Vogelstimmen: Greifvögel singen nicht, sie rufen. Und sie tun es aus ganz unterschiedlichen Gründen: Küken rufen nach ihren Eltern oder betteln um Futter. Männchen rufen, wenn sie um ein Weibchen werben. Und den Beuteruf stoßen Greifvögel aus, wenn sie Nahrung finden.

W wie Waldkauz: Der nächtliche Reviergesang des Waldkauzes klingt ganz schön unheimlich. Darum wird sein schauriges "huu huhuhu huh" auch oft in Hörbüchern eingesetzt, um Spannung zu erzeugen.

X wie x-beliebig: Fliegen ist nicht gleich fliegen, also alles andere als x-beliebig. Wenn Du einmal auf die ausgebreiteten Flügel verschiedener Vögel achtest, wirst Du feststellen, wie unterschiedlich sie sind. Und das gilt sogar innerhalb der Gruppe der Greifvögel. Selbst sie haben ganz verschiedene Lebensräume und -weisen. Ein Sperber muss zum Beispiel Bäumen und anderen Hindernissen ausweichen können. Darum hat er kurze, breite Flügel. Mit ihnen kann er sich im Flug drehen. Sein langer Schwanz hilft ihm beim Steuern. Adler dagegen müssen kaum Hindernissen ausweichen. Das würde sie auch viel zu viel Kraft kosten. Sie segeln auf ihren langen, breiten Schwingen durch die Lüfte und nutzen dabei die Aufwinde warmer Strömungen. Falkenflügel wiederum sind schlank, spitz und perfekt für schnelles Tempo und Wendemanöver geeignet. Beides braucht der Falke auch, weil er seine Beute im Sturzflug bei hoher Geschwindigkeit jagt.



Y wie Yellowstone-Nationalpark: Im Yellowstone-Nationalpark können Besucher mit etwas Glück den Weißkopfseeadler beobachten, das Wappentier der USA.

Z wie Zahnersatz: Vögel haben keine Zähne. Darum dient ihnen der Schnabel als Werkzeug bei der Nahrungsaufnahme. Die Schnabelform von Vögeln verrät oft, was sie fressen. Der stark gebogene Schnabel von Greifvögeln ist so etwas wie das Besteck der Vögel – oder ihre Schere. Mit ihm zerteilen und fressen sie ihre Nahrung.

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