Wissen: Tierkinder

Echte Herzensbrecher



Im Frühling gibt es nicht nur Ostereier zu entdecken, sondern auch ganz viele Tierkinder. In den Zoos und auf den Bauernhöfen blökt, fiept, grunzt, schmatzt und maunzt es jetzt aus vielen Gehegen und Ställen. Und wenn sich dann ein kleiner Esel oder ein Katzenjunges hervortraut, dann schmelzen alle Menschenherzen beim Anblick der süßen, zarten Kleinen. Wobei das mit dem zart so eine Sache ist - bei Katzen mag das ja noch angehen.
Schließlich wiegt ein Kätzchen bei der Geburt nur um die hundert Gramm, also gerade so viel wie eine Tafel Schokolade. Ein Esel hingegen wiegt je nach Rasse zwischen 17 und 25 Kilogramm, und das Schwergewicht unter den Tierkindern, das Elefantenbaby, wiegt um die 100 Kilogramm und damit mehr als die meisten Erwachsenen.
Dass so ein schwerer Klotz genauso süß wie ein winziges Kätzchen sein kann, mag man kaum glauben. Es ist aber so. Habt ihr schon einmal einen kleinen Elefanten gesehen, der durch sein Gehege galoppiert und Quatsch macht? Das ist sooo entzückend - und bei Tierkindern genauso wie bei uns Menschen. Die Kleinen laufen ihren Müttern vor die Füße, stecken ihre Nasen überall hinein, purzeln beim Toben durcheinander und stellen für ihr Leben gern Unsinn an.
Bis sie ihren Eltern in die Ohren beißen, auf ihnen rumhopsen und sie aus dem Hinterhalt anspringen, dauert es mitunter allerdings ein bisschen. Kleine Hunde zum Beispiel sind in den ersten beiden Wochen ihres Lebens blind und taub und können nicht gehen, sondern nur kriechen.
So geht es vielen Tierkindern wie zum Beispiel Raub- und Hauskatzen, Kaninchen, Vögeln, Mäusen und Hamstern, Bären und Wölfen. Sie alle kommen klein, zum Teil nackt und hilflos auf die Welt. Die erste Zeit ihres Lebens verbringen sie in einem Bau, einer Höhle oder einem Nest und werden von ihrer Mutter oder beiden Eltern versorgt und beschützt. Darum heißen diese Tierkinder "Nesthocker".

Andere Tierkinder dagegen wie Fohlen, Kälber, Lämmer, Rehkitze und Antilopenbabys kommen auf der Weide, im Gebüsch oder in der offenen Steppe auf die Welt. Dort sind sie sehr viel weniger geschützt als in einer Höhle oder einem Nest, und zumindest die Wildtiere unter ihnen haben viele Feinde. Diese Jungen können bereits nach kurzer Zeit aufstehen, laufen und notfalls auch fliehen. Sie heißen "Nestflüchter". Aber auch sie werden von der Mutter gesäugt und verteidigt.
Aber ganz egal, ob nun ein "Nesthocker-Kaninchen" oder ein "Frühaufsteher-Fohlen" - süß und knuddelig sind sie alle, die Tierkinder. Zu schade nur, dass sie so schnell wachsen.

Wo überall Tierbabys zur Welt kommen:

  • im Nest
  • im Stall
  • auf der Wiese
  • im Waser
  • in Höhlen
  • in der Steppe
  • im Teich
  • im Dschungel
  • im Zoo
  • auf dem Heuboden
  • in einem Bau
  • in den Bergen
  • in der Wüst
  • in Bäumen