Wissen: Haustiere

Sind die süß!

 

Genau wie Conni, Billi und Anna hast Du das sicher auch schon oft gerufen, wenn Du in einer Zoohandlung, auf einem Bauernhof oder in einem Tierpark warst und kleine Tierbabys gesehen hast.


Junge Kaninchen, Hundewelpen, Kätzchen, Fohlen, Ferkel, Kälber, Küken und all die anderen kleinen Tiere sehen einfach so knuddelig aus, dass jeder sie am liebsten gleich mit nach Hause nehmen will.


Aber wusstest Du, dass die Natur das auch genau so vorgesehen hat? Kleine Tiere und kleine Kinder haben auffällig große Gesichter und riesige Kulleraugen, aber dafür relativ kleine Nasen. Dieses niedliche Aussehen bewirkt, dass die großen Tiere und die Erwachsenen sich für die Kleinen verantwortlich fühlen und sich um sie kümmern.


Das ist enorm wichtig, weil fast alle Babys - ob nun Tiere oder Menschen - auf die Pflege, Fürsorge und Liebe ihrer Eltern angewiesen sind und ohne sie nicht leben könnten. Praktisch, oder? Zumal es nicht nur bei den eigenen Eltern, sondern auch bei fremden Erwachsenen oder großen Tieren funktioniert. Es gibt sogar einen Namen für dieses Phänomen, es heißt Kindchenschema.


Im Gegensatz zu wildlebenden Tieren bleiben Haustiere jedoch ihr Leben lang von ihren Besitzern abhängig, auch wenn das Kindchenschema schon längst nicht mehr wirkt. Sie brauchen regelmäßig Futter, Auslauf, Zuwendung und saubere Ställe, Käfige oder Katzenklos.


Conni weiß das, weil ihre Eltern lange mit ihr darüber gesprochen haben, als sie Kater Mau bekommen hat. Aber sie hat Mau auch viel zu gern, um ihn zu vergessen oder zu vernachlässigen - zumindest meistens. Als Beppo eine Weile bei den Klawitters gewohnt hat, hat sie ihren Kater über dem Hundebesuch schon mal vergessen. Aber hinterher hat sie alles wieder gutgemacht und ihn mit einer Extraportion Zuneigung verwöhnt.


Weißt du, dass unsere Haustiere ursprünglich von frei lebenden Tieren wie Wildpferden, Mufflons, Bisons und Wölfen abstammen? Der Mensch hat wilde Tiere gefangen, von ihren Artgenossen getrennt, gezähmt und als Nutztiere gezüchtet. Beim Züchten versucht man, ungewünschte Eigenschaften abzuschwächen und erwünschte Eigenschaften stärker auszubilden.


So haben zum Beispiel viele Kuhrassen im Laufe der Jahre durch Züchtung immer kleinere Hörner und größere Euter bekommen. In der Wildnis braucht ein Bison oder Büffel seine Hörner, um sich zu verteidigen. Außerdem brauchen die weiblichen wilden Kühe kein besonders großes Euter, da sie in der Regel nur ein Kalb zur Zeit säugen. Hauskühe hingegen müssen sich nicht verteidigen und sollen möglichst viel Milch geben, damit nicht nur die Kälber, sondern auch die Menschen sie trinken können.


Es dauert viele viele Jahre und etliche Tiergenerationen, bis eine ursprünglich wilde Tierrasse ihr Aussehen und ihre Eigenschaften verändert und zu einem Haustier wird. Aber genau so sind unsere heutigen Haustierrassen entstanden. Zu ihnen gehören nicht nur Kühe, Schweine, Schafe, Ziegen, Pferde, Hühner, Gänse, Enten, Hunde, Katzen, sondern auch Honigbienen und Seidenraupen.


Und Conni? Die ist heilfroh, dass sie einen Kater als Haustier hat und keine Seidenraupe.

 

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